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Stylacontarium bispiculum Popofsky, 1912

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Stylacontarium bispiculum
Deutlich entwickelt drei konzentrische kuglige Gitterschalen. Alle Schalen mit unregelmäßig, gelegentlich auch regelmäßig runden Poren von etwa gleicher Größe. Nach dem Rande zu werden auf der äußeren Schale auch Poren von ausgerundet polygonaler Form sichtbar, sodaß die Art sicher auch mit polygonalem Netzwerk um die Poren vorkommt. Die innerste Schale etwa halb so groß als die mittlere, diese wiederum ein Viertel so breit als die äußerste. Diese ist an den Stachelinsertionspunkten zweier Hauptstacheln (in der Figur Taf. II, Fig. 2) links und rechts eingesenkt; ob die beiden anderen Radialstäbe, von denen man nur einen in der Mitte auf die Spitze sieht, ebenso in eine Beule der Schale einmünden, ist fraglich. An den linken und rechten Radialstäben erkennt man, daß sie kurz vor der Oberfläche der äußersten Schale sich in stumpfem Winkel gabeln, wodurch die Einbuchtung in der Schale entsteht. Seitlich von diesen Gabelästen liegen dann die ersten "Aspinal"poren (siehe Acanthophracten) und nach Bifurkation der Gabeläste bilden sich dann die nächsten Poren aus, was deutlich an dem mittelsten Radialstabe sichtbar wird. Zwei der Radialhauptstäbe verlängern sich, in einer Achse sich gegenüberstehend, zu zwei konischen, vielleicht auch etwas komprimierten Stacheln, welche am Insertionspunkt der äußersten Schale etwas dünner, dann bis zur Mitte an Breite zunehmend, in eine feine Spitze auslaufen. Diese beiden Stacheln erreichen mit ihren äußeren Enden nicht ganz die Länge des Radius der größten Schale. Alle sechs Hauptstacheln stehen genau in drei aufeinander senkrechten Achsen. Die mittlere Schale trägt noch eine Anzahl Beistacheln, die in ihrem morphologischen Verhalten sich den Radialstäben anschließen, indem sie sich an den Enden gabeln. Es wollte mir scheinen, als ob einige dieser Nebenstacheln auch mit der äußersten Schale in Verbindung träten. Die festgestellte Zahl von nur etwa 12 Nebenstacheln ist sicher bei dem intakten mit vollständigem Weichkörper versehenen Individuum größer. Diese Nebenstacheln treten vielleicht zur Bildung eines eigenartigen Netzwerkes zusammen, wie es Mast (1910. p. 171 Fig. 20) für Heterosphaera tenuis abbildet und wie es unsere Textfigur 5 für Hexacromyum elegans wiedergibt.
Maße: Durchmesser der äußeren Schale 0.12 mm, der mittelsten Schale 0.034 mm, der innersten 0.014 mm, der Poren bis 0.015 mm. Stacheln außerhalb der äußeren Schale 0.066 mm lang, größte Breite derselben 0.006 mm. Breite der Gitteräste der äußersten Schale 0.003 mm.
Vorkommen : Deutsche Südpolar-Expedition, 15. Mai 1903. 400 m. Ein Exemplar.
Mast fand (10. p. 138), daß zwischen Stacheln mit dreikantigem und solchen mit rundem Querschnitt bei Astrosphaeriden ein wichtiger Unterschied besteht, indem die ersteren sich niemals, die letzteren jedoch oft in Äste auflösen und sich dabei dichotom gabeln. Auch bei unserem Stylacontarium sind runde Hauptstacheln vorhanden, von denen sich vier durch dichotome Gabelung in der Gitterschale auflösen. Überhaupt scheint bei vielen Spumellarien ein durchgreifender Unterschied im Schalenbau zu bestehen, je nach der Art des Querschnittes der Stacheln. Ist derselbe dreikantig oder dreiflüglig, so werden stets drei Aspinalporen zuerst in den Winkeln der Flügel liegen und drei Primärgabeläste gebildet, während die Stacheln mit rundem Querschnitt, falls sie völlig rund sind, vier oder nur zwei Primärapophysen ansetzen, wobei vier und zwei Aspinalporen zwischen den Lücken der Gabeläste gebildet werden (vgl. auch Acanthophractiden).
Popofsky 1912
Cortical shell ellipsoidal (ratio of polar to equatorial axes about 1.09-1.12), tick.walled, thorny, with 10-12 circular to subcircular pores of equal dimensions on a half-equator. Polar spines conical of variable length, generally shorter than the polar axis of the cortical shell. Outer medullary shell spherical or ellipsoidal with polygonal pores framed by very thin bars, connected to the cortical shell by two bars collinear with the polar spines, and by 6-8 bars in the equatorial plane. Inner medullary shell a loose meshwork.
Measurements based on 30 specimens from Samples 266-13,CC; 266-15,CC; abd 266-13-1,51-53: length of the polr spines, 45µ-72µ; of the polar axis, 135µ-180µ; and of the equatorial axis, 126µ-171µ; maximum diameter of the outer medullary shell, 36µ-45µ.
Chen 1975


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