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Collosphaera macropora Popofsky, 1917

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Hilmers (1.c.) beschreibt im Anschluß an Collosphaera huxleyi einige isolierte Schalen aus pazifischen Fängen, die sehr dünn, regelmäßig kuglig und mit auffallend großen, rundlichen Poren versehen sind. Er hat nur vier isolierte Schalen gesehen und daher nicht entscheiden können, ob hier eine neue Collosphaera vorliegt.
Ich habe viele Einzeltiere und Bruchstücke mit bis zu 30 Tieren gesehen; eine vollständige Kolonie kam mir in dem konservierten Material nicht zu Gesicht. Es ist das ohne Zweifel darauf zurückzuführen, daß die Gallerte dieser Kolonien besonders zart ist, so daß die Kolonien nach dem Fang sofort fast vollständig in Einzeltiere auseinanderfallen. Die Gallerte färbt sich bei Sublimat - Alkohol-Fixierung und nachfolgender Boraxkarminbehandlung (45') schwach rot.
Die Individuen liegen wie bei den übrigen Collosphaera- Arten nicht sehr dicht. Zwischen den Tieren, dicht gedrängt in der Gallerte, liegen die gelben Zellen. Es kommen deren etwa 30 — 40 auf ein Individuum.
Die Zentralkapselmembran ist derb, wie bei Collosphaera huxleyi, und umschließt einen kugligen Zentralkapselinhalt, der sich häufig durch die Fixierungsmittel von der Zentralkapselwand zurückzieht (Textfig. 5). Bei älteren, vegetativen Stadien findet sich im Innern eine ansehnliche ölkugel. Das Verhältnis des ölkugeldurchmessers zu dem Individuendurchmesser beträgt trotz einiger Schrumpfung der ersteren 1 : 1,7. Die Kerne werden durch diese große Ölkugel an die Zentralkapselmembran gedrängt und finden sich dort in zwei ( ?) lockeren Schichten. Die ölkugel zeigt bei Fixierung mit Sublimat - Alkohol und nachfolgender Boraxkarminbehandlung (7 Stunden) eine gelbbraune Färbung, die wahrscheinlich schon vor der Behandlung der Kolonie mit Farbe vorhanden war.
Außer den altvegetativen Stadien (Textfig. 5) wurden auch Kolonieteile in Iso- und Anisosporenbildung beobachtet. Bei der Anisosporenbildung sah ich in einem Falle (Textfig. 6) undeutlich im Umrisse sechseckige Restkristalle; diese erinnern also an die Form der Bestkristalle bei der Gattung Buccinosphaera.
Ob die Restkristalle in diesem Fall im optischen Schnitt sechseckig gesehen wurden oder die Sarg- deckelform haben, wie bei Collosphaera huxleyi, konnte wegen der dichten Sporenkristallschicht nicht entschieden werden. Die Sporenkristalle sind von der bei Sphaerozoiden und Collosphaeriden bekannten Form, sie fallen vielleicht durch ihre Größe auf.
Die Schalen sind mäßig stark in der Wandung, im Umriß kuglig oder unregelmäßig rundlich bis deutlich polygonal (siehe Taf. XIV, Fig. 2). Auf manchen Schalen finden sich auch kleine Buckel (Taf.XI V, Fig.26). Die Schale wird von sehr großen, rundlichen Poren durchsetzt, zwischen die sich selten kleine Poren einschieben (Taf. XIV, Fig. 2 c). Die Zahl der großen Poren auf der dem Beschauer zugekehrten Kugelhälfte beträgt meist nur 10 — 12. Die trennenden Gitterbalken sind breit und flachgedrückt. Auch hier deutet sich in der Schale, wenn auch nur schwach, die bei Collosphaera huxleyi ausführlicher behandelte Variabilität der Schale an, wobei erwähnt sein mag, daß das Tier (Taf. XIV, Fig. 2 b) auf den Gitterbalken seiner Schale einige deutliche, erhabene Rauten oder Krusten aufgesetzt hat.
Im Weichkörper wie im Schalenbau liegt also eine echte Collosphaera vor, die sich sofort durch die großen Poren charakterisiert.
Maße. Durchmesser der Schalen 0,1 — 0,115 mm, der großen Poren 0,02 — 0,03 mm, der Kerne 0,004 mm im altvegetativen Stadium. Länge der Sporenkristalle bis 0,01 mm, größte Breite der- selben bis 0,004 mm. Durchmesser der Zentralkapsel 0,077 — 0,08, der ölkugel 0,046 mm im altvegetativen Stadium. Ölkugel: Zentralkapsel == 1 : 1.7. Hilmers gibt für seine pazifischen Einzelschalen ähnliche Maße an.
Vorkommen. Nach Hilmers im Pazifischen Ozean. Deutsche Südpolar-Expedition: südlicher Indischer Ozean, 6. Mai 1903, Oberfläche, 2 Bruchstücke; 22. Mai 1903, Oberfläche, 14 Bruchstücke von Kolonien.
Popofsky 1917
Roundish shell with few pores, three to five, on the radius of very variable size; some are very large, and smaller ones are scattered among them.
Distribution: Circumtropical.
Boltovskoy & Riedel 1980


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